Samstag, 29. Januar 2011

Johann Trollmann Boxcamp in Kreuzberg

Benennung des Johann-Trollmann-Boxcamps zum Gedenken an Johann „Rukeli“ Trollmann. (Sporthalle der ehem. Rosegger-Grundschule am Marheinekeplatz) [blog-map]


[via]



Im Sommergarten der Bockbierbrauerei an der Kreuzberger Fidicinstraße gewann Johann „Rukeli“ Trollmann als Mittelgewichtsboxer am 9. Juni 1933 den deutschen Meisterschaftskampf im Halbschwergewicht. Wenige Tage später wurde ihm dieser Titel durch den von Nazis durchsetzten Boxverband wieder aberkannt, weil sein Boxstil ihm als „undeutsch“ galt. Als Zeichen des Widerstandes unterzog sich Trollmann am 21. Juli vor dem Kampf gegen Gustav Eder einer Mimikry: Er puderte seinen Körper weiß, färbte die Haare blond und ließ sich von seinem Gegner absichtlich k.o. schlagen.

Als Sinto wurde er von den Nationalsozialisten rassistisch verfolgt, im Juni 1942 in das KZ Neuengamme deportiert und 1944 im Nebenlager Wittenberge erschlagen.
[von hier]

http://www.trollmann.info

http://www.johann-trollmann.de/berlin.html



http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/aktuelles/undeutsch-boxen

http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Trollmann

http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/unwissend-saemtliche-tabus-verletzt